Was ist eine Zahnfleischrezession?

Die Zahnfleischrezession ist ein Rückgang des Zahnfleischrandes mit einer Entblössung der Zahnwurzel. Der Zahnfleischrückgang kann auf der Aussenseite des Gebisses oder bei Parodontitis und nach ihrer Behandlung auch um den gesamten Zahn auftreten.

Eine Zahnfleischrezession ist der Rückgang des Zahnfleisches mit einer sichtbaren Entblössung der Zahnwurzel. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung zeigen einen oder mehrere Zähne mit einer Zahnfleischrezession.

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Jeder Zahn besteht aus einer Krone, einer Wurzel und einem Nerven. Der Zahn ist an seiner Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern im Zahnfleisch und im Kieferknochen befestigt.

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Zahnfleischrückgang kann unterschiedliche Gründe haben und häufig auf der Aussenseite des Gebisses oder bei Parodontitis und nach ihrer Behandlung auch um den gesamten Zahn auftreten.

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Parodontitis gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten des Menschen. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, die alle Teile der Zahnverankerung betrifft.

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Was ist eine Zahnfleischrezession und wie häufig kommt sie vor?

Eine Zahnfleischrezession ist der Rückgang des Zahnfleisches mit einer sichtbaren Entblössung der Zahnwurzel. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung zeigen einen oder mehrere Zähne mit einer Zahnfleischrezession.

Zahnfleischrezessionen können die Folge vieler Einflussfaktoren sein. Menschen mit einem dünneren Zahnfleischtyp sind grundsätzlich anfälliger. Weiter spielen eine Reihe von Verhaltensfaktoren eine entscheidende Rolle. Beispielsweise führt häufiges Schrubben mit der Zahnbürste oder das Tragen von Piercings zu Verletzungen, die bei ihrer Ausheilung zu einer Schrumpfung des Zahnfleischrandes führen können.

Weitere Ursachen sind solche kieferorthopädischen Behandlungen, welche die Zähne nach aussen hin verschieben. Dabei kann die äussere Zahnverankerung aufgelöst und das darübergelegene Zahnfleisch dünner werden. Ebenso sind das Rauchen und der Konsum von Snus entscheidende Einflussfaktoren, da der Tabakkonsum die Widerstandsfähigkeit des Zahnfleisches reduziert.

Die Häufigkeit von Zahnfleischrezessionen steigt mit zunehmendem Alter. Mehr als 50 Prozent der Erwachsenenbevölkerung zeigen Zahnfleischrezessionen.

Wie ist der Zahn im Kieferknochen verankert?

Jeder Zahn besteht aus einer Krone, einer Wurzel und einem Nerven. Der Zahn ist an seiner Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern im Zahnfleisch und im Kieferknochen befestigt.

Gesunder Zahn im Querschnitt

Die Zahnkrone ist von Zahnschmelz (Schmelz) überzogen. Darunter befindet sich das Zahnbein (Dentin) und wiederum darunter der Nerv des Zahnes (Pulpa). Genaugenommen besteht die Pulpa aus dem Nerv, den Blutgefässen und einem sogenannten Bindegewebe. Während der Schmelz ohne Nerven und daher ohne Empfindung ist, wird das darunter gelegene Dentin von Nervenfasern versorgt. Die Oberfläche der Zahnwurzel ist daher auch schmerzempfindlich.

Das Zahnbein (Dentin) macht den Hauptbestandteil der Wurzel aus. Die Wurzel wird zusätzlich von einer harten Schicht, der sogenannten Wurzelhaut (Wurzelzement) überzogen. Der Zahn ist entlang seiner gesamten Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern (Desmodontalfasern) im Kieferknochen befestigt. Diese Fasern sind einerseits im Wurzeldentin und andererseits im Kieferknochen verankert.

Die Zahnwurzel ist länger als die Zahnkrone. Insbesondere haben die Eckzähne im Oberkiefer (Reisszähne) meistens sehr lange Wurzeln.

Zahnfleischrückgang bei der Parodontitis

Zahnfleischrückgang kann unterschiedliche Gründe haben und häufig auf der Aussenseite des Gebisses oder bei Parodontitis und nach ihrer Behandlung auch um den gesamten Zahn auftreten.

Als Zahnfleischrezession bezeichnet man grundsätzlich den Zahnfleischrückgang auf der Aussenseite des Gebisses. Betroffene erleiden in solchen Fällen keine zusätzliche Parodontitis.

Allerdings kann die Parodontitis im fortgeschrittenen Stadium auch zur Rückbildung des Zahnfleischrandes führen. Erst eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis schafft bei Betroffenen Klarheit darüber, welche Ursache bei ihnen für den Zahnfleischrückgang verantwortlich ist.

Zusätzlich wird nach der Behandlung einer Parodontitis ein Zahnfleischrückgang beobachtet. Dieser ist in solchen Fällen jedoch gewünscht, da durch die Schrumpfung des Zahnfleischrandes die unerwünschten Zahnfleischtaschen reduziert werden können.

Was ist die Parodontitis und wie häufig kommt sie vor?

Parodontitis gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten des Menschen. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, die alle Teile der Zahnverankerung betrifft.

Parodontitis im Querschnitt

Als Folge der Entzündung des Zahnfleischrandes (Gingivitis) kann es zum Abbau der Verankerungsfasern und des Kieferknochens kommen. An Stelle des gesunden Faserapparates entsteht entlang des Zahnes eine sogenannte Zahnfleischtasche. Die dort liegende Wurzeloberfläche ist mit bakteriellen Belägen (Plaque und Zahnstein) bedeckt.

Der Abbau der Verankerungsfasern und des Kieferknochens kann zu einer erhöhten Zahnbeweglichkeit führen. Falls die Erkrankung unerkannt bleibt und nicht behandelt wird, kann sich der Abbau soweit fortsetzen, dass die Zähne in ihrer Funktion zum Kauen unbrauchbar werden und gezogen (extrahiert) werden müssen.

Rund 40 Prozent der Menschheit leiden an Parodontitis. Für die Erwachsenenbevölkerung wird geschätzt, dass heute rund 70% des Zahnverlustes auf die Parodontitis zurückzuführen ist.

Erfahren Sie mehr über die Ursachen, Folgen, Diagnose, Therapie und Vorbeugung der Parodontitis unter: www.parodont.ch.

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