Haben Sie Zahnfleischrezessionen und müssten Sie gegebenenfalls etwas dagegen tun?

Machen Sie den Selbsttest und beantworten Sie hier die folgenden 11 Fragen. Ihre Antworten werden von uns nicht registriert.

Frage 1: Wie oft reinigen Sie Ihre Zähne pro Tag?

Idealerweise sollte man die Zähne zweimal pro Tag für je zwei Minuten reinigen und dabei eine Zahnbürste mit fluoridierter Zahnpasta verwenden. Ebenso sollten täglich die Zahnzwischenräume gereinigt werden. Dabei werden regelmässig zahnschädigende Bakterienbeläge entfern und auch genügend Fluorid zum Schutz vor Karies verwendet.

In der Regel sollten die Zähne nach jeder Mahlzeit, aber mindestens zweimal pro Tag für je zwei Minuten gereinigt werden. Eine Ausnahme betrifft die Einnahme von sauren Nahrungsmitteln, wonach die Zähne erst ein bis zwei Stunden später gereinigt werden sollten.

Allzu häufig sollten die Zähne jedoch nicht gereinigt werden. Ebenso sollte bei der häufigeren Reinigung darauf geachtet werden, schonungsvoll zu reinigen, damit keine Verletzungen am Zahnfleischrand und dadurch Zahnfleischrezessionen entstehen können.

Frage 2: Verwenden Sie eine Handzahnbürste?

Handzahnbürsten sind genügend wirksame Hilfsmittel zur häuslichen Mundhygiene. Die Borsten sollen dabei weich und aus Nylon hergestellt sein, damit der Zahnfleischrand nicht geschädigt wird. Der Zahnbürstenkopf sollte flach gestaltet sein. Mit kleinen Kreisbewegungen und ohne Schrubben können damit die Zähne gereinigt werden. Ebenso wird die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit einem zusätzlichen Hilfsmittel empfohlen.

Die Handzahnbürste ist die häufigste wissenschaftlich untersuchte Methode zur wirkungsvollen Zahnreinigung. Wenn Sie zur häuslichen Mundhygiene keine Handzahnbürste oder keine elektrische Zahnbürste, sondern beispielsweise eine Einzelbüschelbürste oder Miswak verwenden, lassen Sie sich in der Zahnarztpraxis den Erfolg Ihrer Mundhygienetechnik bestätigen.

«Eine Kontrolle zu viel ist besser als eine Behandlung zu wenig!»

Frage 3: Verwenden Sie eine elektrische Zahnbürste?

Elektrische Zahnbürsten sind wirkungsvolle Hilfsmittel zur häuslichen Mundhygiene. Ihre Wirkung ist derjenigen von Handzahnbürsten leicht überlegen. Wichtig bei der Anwendung von elektrischen Zahnbürsten ist es, diese ohne zusätzlichen Druck auf das Zahnfleisch zu verwenden. Bei korrekter Anwendung von elektrischen Zahnbürsten ist das Risiko zur Bildung von Zahnfleischrezessionen nicht erhöht.

Zusätzlich wird die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit einem zusätzlichen Hilfsmittel empfohlen.

Auch Handzahnbürsten sind genügend wirksame Hilfsmittel zur häuslichen Mundhygiene. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis darüber beraten, welche Hilfsmittel für Sie die geeignetsten sind.

Frage 4: Welche Mundhygiene-Techniken wenden Sie an?

Grosse Kreisbewegungen eignen sich gut zur Reinigung des Milchgebisses im Kindesalter. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis darüber beraten, welche Techniken für Sie die geeignetsten sind.

Horizontalbewegungen sind oft schrubbende Bewegungen und diese können ihrem Zahnfleisch an seinem Rand kleine Verletzungen zufügen, die sich zu Zahnfleischrezessionen entwickeln können. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis darüber beraten, welche Techniken für Sie die geeignetsten sind.

Kleine Rüttelbewegungen mit der Handzahnbürste in einem Winkel von 45 Grad zur Zahnlängsachse sind sehr wirkungsvoll. Elektrische Zahnbürsten sollten je nach Angaben des Herstellers auch in einem Winkel von 90 Grad zur Zahnlängsachse angewendet werden.

Insbesondere bei bereits vorhandenen Zahnfleischrezessionen sind Wischbewegungen von Zahnfleisch zu Zahn schonungsvoll und effizient.

Frage 5: Haben Sie jetzt oder hatten Sie früher eine kieferorthopädische Behandlung?

Bei kieferorthopädischen Behandlungen werden die Zähne oft nach aussen hin verschoben. Dabei löst sich die äussere Zahnverankerung auf, was zu Zahnfleischrezessionen führen kann.

Lassen Sie sich durch Ihren Zahnarzt beraten, damit sie gegebenenfalls Ihre Mundhygiene-Technik anpassen können.

Zahnfleischrezessionen können sowohl während als auch noch mehrere Jahre nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung auftreten.

Zahnfleischrezessionen treten bei rund 20 Prozent von Erwachsenen auf, die eine kieferorthopädische Behandlung durchführen lassen. Bei Jugendlichen unter 16 Jahren finden sich Zahnfleischrezessionen weit weniger häufig, wenn sie ihre Zahnstellungskorrektur abgeschlossen haben.

Achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Gesundheit und lassen Sie sich zur Kontrolle Ihrer Mundgesundheit einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 6: Rauchen Sie?

Rauchen von Zigaretten führt dazu, dass das Zahnfleisch weniger gut durchblutet wird. Dadurch ist seine Widerstandsfähigkeit reduziert, was auch die Anfälligkeit auf Zahnfleischrezessionen erhöht.

Bei Rauchern mit Zahnfleischrezessionen können erst nach einem erfolgreich umgesetztem Rauchstopp die allenfalls notwendige chirurgische Deckung der entblössten Wurzeloberflächen angegangen werden.

Sehr gut! Achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Gesundheit und lassen Sie sich zur Kontrolle Ihrer Mundgesundheit einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 7: Konsumieren Sie rauchlose Tabakwaren, wie beispielsweise Snus?

Der Konsum von rauchlosen Tabakwaren, wie beispielsweise Snus, führt am Ablageort in der Mundhöhle zu Veränderungen der Mundschleimhaut (Leukoplakien, fakultative Präkanzerosen) und häufig auch zu Zahnfleischrezessionen.

Während sich nach Absetzen des Tabakkonsums die Schleimhautveränderungen wieder zurückbilden können, bleiben die Zahnfleischrezessionen am früheren Ablageort des Tabakproduktes bestehen und müssen daher gegebenenfalls mit einem chirurgischen Eingriff behandelt werden.

Sehr gut! Achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Gesundheit und lassen Sie sich zur Kontrolle Ihrer Mundgesundheit einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 8: Tragen Sie ein Piercing auf der Zunge oder der Lippe?

Das häufige Spielen mit Piercings ist eine Gewohnheit, die sich schädlich auf Zähne und Zahnfleisch auswirken kann. Rund 80 Prozent der Trägerinnen und Träger zeigen an den entsprechenden Berührungsstellen auch einen Verlust der eigentlichen Zahnhartsubstanz und in 25% der Fälle kommen auch Zahnfleischrezessionen vor.

Nach Absetzen des Piercings bleibt die jeweilige Zahnfleischrezession bestehen und muss daher bei gegebenen Umständen chirurgisch behandelt werden.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 9: Haben Sie Zahnfleischrückgang?

Zahnfleischrückgang kann unterschiedliche Gründe haben und häufig auf der Aussenseite des Gebisses oder bei Parodontitis und nach ihrer Behandlung auch um den gesamten Zahn auftreten.

Informieren Sie Ihre Zahnarztpraxis. Eine eingehende Untersuchung dort wird zeigen, ob Sie eine Zahnfleischrezession oder eine Parodontitis haben und eine entsprechende Behandlung brauchen.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 10: Reagieren Ihre Zähne empfindlich auf kalte Speisen oder kalte Getränke?

Durch den Zahnfleischrückgang werden die Wurzeloberflächen entblösst. Diese enthalten Nerven, die auf Temperaturveränderung überempfindlich reagieren können.

Informieren Sie Ihren Zahnarzt, Ihre Dentalhygienikerin oder Prophylaxeassistentin, dass sie Zähne haben, die auf Temperaturveränderungen empfindlich reagieren. Entsprechend können dabei auch Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden besprochen werden.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

Frage 11: Haben Sie dunkle Flecken im Bereich von entblössten Zahnhälsen?

Die Hartsubstanz der entblössten Zahnwurzel ist weniger widerstandsfähig auf Karies als die Substanz der Zahnkrone (Schmelz). Die sogenannte Wurzelkaries kann dadurch rascher fortschreiten und muss deshalb besser vorgebeugt werden.

Informieren Sie Ihre Zahnarztpraxis. Eine eingehende Untersuchung dort wird zeigen, was die Gründe dieser Verfärbungen sind und ob Sie eine entsprechende Behandlung brauchen.

Wenn Sie auch viele andere unserer Fragen auch mit «Nein» beantwortet haben achten Sie weiterhin gut zu Ihrer Mundgesundheit und lassen Sie sich einmal pro Jahr in einer Zahnarztpraxis untersuchen.

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