Folgen der Zahnfleischrezession

Die Folgen der Zahnfleischrezession sind das Entblössen der Zahnwurzel, was zu überempfindlichen Zähnen, abgetragenen Zahnhälsen oder auch zu Karies führen kann. Weiter leiden Betroffene oft auch unter dem veränderten Aussehen des Gebisses.

Durch den Zahnfleischrückgang werden die Wurzeloberflächen entblösst. Diese enthalten Nerven, die auf Temperaturveränderung überempfindlich reagieren können.

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Die Hartsubstanzen der Zahnwurzel (Zement und Dentin) sind weicher als die Substanz der Zahnkronen (Schmelz). Deshalb können am Zahnfleischrand sogenannte abgetragene Zahnhälse (Abrasionen) entstehen.

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Die Hartsubstanz der entblössten Zahnwurzel ist weniger widerstandsfähig auf Karies als die Substanz der Zahnkrone (Schmelz). Die sogenannte Wurzelkaries kann dadurch rascher fortschreiten und muss deshalb besser vorgebeugt werden.

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Zahnfleischrezessionen, welche an den sichtbaren Zähnen des Oberkiefers entstanden sind, werden oft auch aus ästhetischen Gründen als störend empfunden.

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Überempfindliche Wurzeloberflächen

Durch den Zahnfleischrückgang werden die Wurzeloberflächen entblösst. Diese enthalten Nerven, die auf Temperaturveränderung überempfindlich reagieren können.

Die entblössten Zahnhälse reagieren auf Temperaturänderungen durch kalte Luft oder bei kalten Getränken oder Speisen. Bei ausgedehnten Zahnfleischrezessionen können Betroffene auch einen grossen Leidensdruck entwickeln. Die teilweise starken Schmerzen sind in der Regel stechend und von kurzer Dauer.

Betroffenen wird empfohlen, kalte Getränke mit Strohhalm zu trinken oder die betroffenen Zahnhälse regelmässig mit geeigneten Fluorid-Gels zu bedecken. Gleichzeitig muss die Mundhygiene entsprechend angepasst und gegebenenfalls korrigiert werden.

Bei anhaltenden Beschwerden sollte der Zahnarzt zur weiteren Abklärung der Situation aufgesucht werden.

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Abgetragene Zahnhälse (Abrasionen)

Die Hartsubstanzen der Zahnwurzel (Zement und Dentin) sind weicher als die Substanz der Zahnkronen (Schmelz). Deshalb können am Zahnfleischrand sogenannte abgetragene Zahnhälse (Abrasionen) entstehen.

Die geringere Härte der Zahnsubstanz an der Oberfläche der entblössten Zahnwurzel wird bei anhaltender falschen Mundhygiene-Technik zur Abtragung (Abrasion) der Wurzeloberfläche führen. Dadurch werden Eindellungen gebildet, die aufgrund ihrer Form auch als keilförmige Defekte bezeichnet werden.

Bei einer fehlenden Anpassung der Zahnputz-Technik, können bei jeder neuen Wischbewegung die Borstenenden einer Zahnbürste erneut grosse Kräfte auf das weichere Dentin ausüben. Dadurch wird der Vorgang der Abrasionsbildung weiter verstärkt.

Bereits fortgeschrittene Abrasionen mit einer Tiefe von mehr als einem Millimeter können mit einer Kunststofffüllung versorgt werden. Diese Behandlung führt in der Regel sofort zur Verminderung der Zahnhalsüberempfindlichkeit.

Karies

Die Hartsubstanz der entblössten Zahnwurzel ist weniger widerstandsfähig auf Karies als die Substanz der Zahnkrone (Schmelz). Die sogenannte Wurzelkaries kann dadurch rascher fortschreiten und muss deshalb besser vorgebeugt werden.

Freiliegende Wurzeloberflächen werden, wie alle anderen harten Oberflächen in der Mundhöhle auch, von bakteriellen Zahnbelägen besiedelt. Dadurch dass die Substanz der Zahnwurzel weicher ist als der darüber gelegene Schmelz der Zahnkrone, kann die Karies auf der Wurzeloberflächen früher entstehen. Diese sogenannte Wurzelkaries kann auch schneller in die Tiefe des Zahnes vordringen.

Aus diesen Gründen muss die Wurzelkaries besser vorgebeugt und die entblössten Wurzeloberflächen bei Zahnfleischrezession gut beobachtet werden. Ausserdem steigt mit dem Alter auch das Risiko, an Zahnfleischrezessionen und dadurch an Wurzelkaries zu erkranken.

Regelmässige Kontrollen in der Zahnarztpraxis ermöglichen eine gute professionelle Betreuung der betroffenen Zähne. Weiter ermöglichen die regelmässige Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten eine wirksame Vorbeugung der Wurzelkaries.

Probleme mit dem Aussehen (Ästhetik)

Zahnfleischrezessionen, welche an den sichtbaren Zähnen des Oberkiefers entstanden sind, werden oft auch aus ästhetischen Gründen als störend empfunden.

Durch die Rückbildung des Zahnfleischrandes entsteht der Eindruck, dass die betroffenen Zähne länger geworden sind. In der Regel bleiben diese Stellen für andere Mitmenschen unsichtbar. Erst beim Lachen zeigen Betroffene ihre Zahnfleischrezessionen – meist unfreiwillig.

In einigen Fällen können vorhandene Zahnfleischrezessionen auch aus ästhetischen Gründen einen stärkeren Leidensdruck auslösen. Dabei ist eine Beratung beim Zahnarzt und gegebenenfalls auch eine Überweisung zum Facharzt für Parodontologie angebracht.

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