Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen rund um die Zahnfleischrezession und unsere Antworten.

Wenn Sie einen Zahnfleischrückgang haben, können zwei Situationen in Betracht gezogen werden:

Einerseits kann die Parodontitis im fortgeschrittenen Stadium zur Rückbildung des Zahnfleischrandes führen. Die Parodontitis selbst ist eine Entzündungserkrankung, die aufgrund bakterieller Beläge entstanden ist. Wenn die Parodontitis nicht behandelt wird, geht der Abbau der Zahnverankerung unterhalb des Zahnfleischrandes weiter. Bei der Parodontitis ist der anfängliche Abbau der Zahnverankerung nicht sichtbar. Erst bei einer weiter fortgeschrittenen Parodontitis zieht sich der Zahnfleischrand zurück und Sie könnten dies als Zahnfleischrückgang feststellen, weil dabei auch die Wurzeloberflächen der Zähne freigelegt und sichtbar wurden.

Andererseits ist nicht jeder Zahnfleischrückgang aufgrund einer Parodontitis entstanden. Sie könnten daher unter Zahnfleischrezessionen leiden. Diese wären beispielsweise durch ein zu kraftvolles Zähneputzen entstanden. Durch die grosse Kraft wird mit der Zahnbürste der Zahnfleischrand wiederholt verletzt. Bei seiner Heilung zieht sich dieser stets etwas weiter zurück bis die darunter gelegene Zahnwurzel entblösst wird. Auch wenn Sie die Mundhygiene umstellen und mit weniger Kraft Ihre Zähne reinigen werden, wird die Zahnfleischrezession bleiben und der Zahnfleischrand nicht wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückwachsen.

Erst die Untersuchung in der Zahnarztpraxis kann Ihnen letztendlich die korrekte Antwort geben.

Nicht jede Zahnfleischrezession muss therapiert werden. Bei Betroffenen ohne Parodontitis kann bei frühzeitiger Erkennung in der jährlichen Zahnarztkontrolle bereits die Mundhygiene entsprechend korrigiert und optimiert werden. Dadurch bleibt zwar der Zahnfleischrand mit seiner Rezession bestehen, aber er wird nicht weiterhin neuen Einflüssen (z.B. dem Schrubben der Zahnbürste) ausgesetzt.

Bei Betroffenen mit Beschwerden beim Konsum von kalten Speisen oder Getränken kann eine entsprechende Anpassung der Ernährung sowie eine regelmässige Anwendung von sogenannten Fluorid-Gels helfen, die Beschwerden etwas zu reduzieren.

Bei anhaltenden Beschwerden oder bei einer störenden Ästhetik kann die Behandlung mit einem chirurgischen Eingriff in Betracht gezogen werden. Dabei wird bei den betroffenen Zähnen der Zahnfleischrand wieder an seine ursprüngliche Stelle gebracht.

Weiter kann bei freiliegenden Zahnhälsen, die auch abgetragene Zahnhartsubstanz aufweisen, in Betracht gezogen werden, diese mit einem Füllungsmaterial wieder zu ergänzen.

Erst die Untersuchung in der Zahnarztpraxis und gegebenenfalls ein Beratungsgespräch mit einem Facharzt für Parodontologie kann Ihnen letztendlich die korrekte Antwort geben.

Oft werden die eigenen Zahnfleischrezessionen nicht selbst entdeckt. Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen zeigen mindestens einen Zahn mit einer Zahnfleischrezession. Davon sind die meisten der betroffenen Zähne beschwerdefrei.

Wenn die Rezession beispielsweise zu Hause im Spiegel nicht sichtbar ist, kann eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis Klarheit darüber verschaffen, ob eine solche vorhanden ist.

Wichtig für Betroffene ist es, den Ort ihrer Zahnfleischrezessionen zu kennen, damit dort weitere Schädigungen verhindert werden können. Da bereits vorhandene Zahnfleischrezessionen, die nicht chirurgisch behandelt werden, über die gesamte Lebensdauer bestehen bleiben, muss insbesondere im höheren Alter daran gedacht werden, an den freiliegenden Zahnhälsen die unerwünschte Wurzelkaries erfolgreich vorzubeugen.

In einem ersten Gespräch stellt der Zahnarzt fest, ob Sie allfälligen Risikofaktoren ausgesetzt sind. Bekannte Risikofaktoren für die Zahnfleischrezession sind: falsche Zahnputztechnik mit der Zahnbürste, dünnes Zahnfleisch, eine kieferorthopädische Behandlung, Rauchen, rauchloser Tabak (Snus) oder ein Piercing.

Weiter wird der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin eine sogenannte parodontale Kurzuntersuchung durchführen, die nur wenige Minuten dauern wird. Mit einer Zahnfleischsonde (Parodontalsonde) wird an ausgewählten Stellen schonungsvoll und millimetergenau die Eindringtiefe am Zahnfleischrand gemessen. Die millimetergenaue klinische Sondierung mit der Parodontalsonde zur Ausmessung der Zahnfleischränder und zur Lokalisierung des Kieferknochens sind für die Diagnose einer Zahnfleischrezession unverzichtbar.

Nach dieser Kurzuntersuchung werden weitere Abklärungen nur dann durchgeführt, wenn dabei Zeichen für den Abbau der Zahnverankerung gefunden wurden. Diese Abklärungen beinhalten den sogenannten Parodontalstatus sowie zusätzliche Röntgenbilder.

Wenn die Zahnfleischrezession noch nicht zu stark fortgeschritten ist, kann mit einem chirurgischen Eingriff der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden.

Zahnfleischrezessionen werden in vier unterschiedliche Schweregrade eingeteilt. Je nach Schweregrad stehen jedoch nur eine geringe Auswahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Eine einfache Rezession liegt vor, wenn die Rückbildung des Zahnfleischrandes noch nicht bis zur beweglichen Mundschleimhaut vorgedrungen ist. Beim zweiten Schweregrad ist die Rezession bereits in die bewegliche Schleimhaut vorgedrungen. In beiden Fällen ist die Korrektur des Zahnfleischrandes mit einem chirurgischen Eingriff möglich.

Da bei den Schweregraden 3 und 4 bereits auch Kieferknochen zwischen den Zähnen abgebaut worden ist, können dort vorhandene Zahnfleischrezessionen auch nicht mit chirurgischen Massnahmen vollständig korrigiert werden.

Im Anschluss an eine Zahnfleischbehandlung ist ein langfristiger Erfolg über mehrere Jahre nur dann gewährleistet, wenn Patienten eine optimale häusliche Mundhygiene durchführen und dabei täglich verhindern, dass sich Zahnfleischrezessionen bilden oder dass sich ihr Zahnfleisch durch neue bakterielle Beläge entzünden kann.

Für den optimalen Langzeiterfolg wichtig ist ausserdem die fortwährende professionelle Langzeitbetreuung bei der Dentalhygienikerin oder der Prophylaxeassistentin, damit allfällig wiederkehrende Probleme rechtzeitig erkannt und behoben werden können.

Im Anschluss an eine Zahnfleischbehandlung ist ein langfristiger Erfolg über mehrere Jahre nur dann gewährleistet, wenn Patienten eine optimale häusliche Mundhygiene durchführen und dabei täglich verhindern, dass sich Zahnfleischrezessionen bilden oder dass sich ihr Zahnfleisch durch neue bakterielle Beläge entzünden kann.

Für den optimalen Langzeiterfolg wichtig ist ausserdem die fortwährende professionelle Langzeitbetreuung bei der Dentalhygienikerin oder der Prophylaxeassistentin, damit allfällig wiederkehrende Probleme rechtzeitig erkannt und behoben werden können.

Die Zahnfleischrezessionen werden häufig mit Parodontitis verwechselt, da in beiden Fällen die Zähne länger wirken als normalerweise, aber zwischen den beiden Erscheinungen gibt es wesentliche Unterschiede, die beachtet werden sollten:

Als Zahnfleischrezession bezeichnet man einerseits den meist von blossem Auge sichtbaren Zahnfleischrückgang auf der Aussenseite des Gebisses. Betroffene erleiden in solchen Fällen keine zusätzliche Parodontitis.

Andererseits kann es bei der Parodontitis, d.h. bei der Entzündung des Zahnhalteapparates, im fortgeschrittenen Stadium auch zur Rückbildung des Zahnfleischrandes führen. Erst eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis schafft bei Betroffenen Klarheit darüber, welche Ursache bei ihnen für den Zahnfleischrückgang verantwortlich ist.

Zusätzlich wird nach der Behandlung einer Parodontitis ein Zahnfleischrückgang nicht nur auf der Aussenseite des Gebisses, sondern um den gesamten Zahn beobachtet. Dieser ist in solchen Fällen jedoch gewünscht, da durch die Schrumpfung des Zahnfleischrandes die unterwünschten Zahnfleischtaschen reduziert werden können.

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